Didi Kühbauer und der Admira-Wahnsinn

Ausgerechnet der Aufsteiger führt nach 14 Runden die österreichische Bundesliga an und lässt die üblichen Verdächtigen im Titelrennen äußerst schlecht aussehen. Die Admira mit Didi Kühbauer auf der Betreuerbank lehrte die Großen in der bisherigen Saison das Fürchten, nun will man nach der Länderspielpause am Samstag (18:30 Uhr) im Spitzenspiel gegen die Austria erneut als Favoritenschreck zuschlagen.

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Beim Hit Erster gegen Zweiter wird ein volles Stadion in der Südstadt erwartet. In der Trenkwalder-Arena ist die Admira noch ungeschlagen und feierte in sieben Partien bereits sechs Siege. Dazu sind die Niederösterreicher generell schon seit 13 Bundesliga-Spielen ohne Niederlage, lediglich das "Geisterspiel" zum Auftakt gegen Rekordmeister Rapid ging mit 0:2 verloren.

Nach dem folgenden 1:1 daheim gegen Kapfenberg (der einzige Punkteverlust vor eigenem Publikum) war die Admira nach zwei Runden sogar Tabellenletzter. Doch danach starteten die Kühbauer-Schützlinge eine einmalige Serie und nahmen dabei auch die Topvereine der Liga auseinander. 4:2-Auswärtssieg bei der Austria, 4:2-Heimerfolg gegen Sturm, 2:1-Heimsieg gegen Red Bull Salzburg und ein 4:3-Krimi gegen Rapid, noch Fragen?

Die Konkurrenz hat keine mehr, sondern reibt sich verwundert die Augen. Kommt angesichts der perfekten Mischung aus Routiniers (Patrik Jezek wirbelt an der linken Flanke als ob er 17 und nicht 34 Jahre alt wäre) und Talenten (ÖFB-U21-Abwehrchef Christopher Dibon hat sich längst auch in die internationale Auslage gespielt) nicht aus dem Staunen heraus.

Nur der Trainer Kühbauer selbst will trotz des anhaltenden Admira-Wahnsinns und bereits vier Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger Austria nicht die Bodenhaftung verlieren: "Es ist jetzt nicht so, dass alle mit Rückennummer 1 herumlaufen. Ich glaube schon, dass alle Burschen das richtig einschätzen, nämlich dass das eine Momentaufnahme ist."

Vor allem das imponierende schnelle Umschalten seiner Mannschaft ist eine echte Waffe. Zudem ist man nur sehr schwer auszurechnen, denn bereits elf verschiedene Admiraner haben sich in der laufenden Spielzeit in der Torschützenliste eingetragen. "Es wird bedingungslos nach vorne gespielt. Der Laufaufwand, den meine Spieler jetzt schon über einen längeren Zeitraum betreiben, der ist beeindruckend", gibt es lobende Worte vom Chefcoach.

Im Duell der beiden Torfabriken der Liga (nur die Austria erzielte mit 28 Treffern zwei Tore mehr als die Admira) soll nun der nächste Paukenschlag gelingen. Wenn es nach Kühbauer geht, dann wäre dies längst keine Überraschung mehr: "Meine Mannschaft ist nicht abgehoben. Sie hat nie gesagt, jetzt haben wir den und den geschlagen, sondern wollten immer wieder den nächsten Gegner schlagen." Klingt einfach, ist im Moment aber mehr als nur erfolgreich.

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