Was wäre Werder ohne Claudio Pizarro?

Werder Bremen ist wieder voll auf Europacup-Kurs. Nach der völlig verpatzten vergangenen Saison sind die Grün-Weißen in der laufenden Spielzeit als Vierter zurück in der vertrauten oberen Tabellenregion. Am Samstag (15:30 Uhr) können die Bremer am 12. Bundesliga-Spieltag mit einem Heimsieg gegen den 1. FC Köln ihre Position weiter verbessern. Es wäre keine Überraschung, wenn es dabei erneut zu einer „One Man Show“ kommen würde. Denn momentan sorgt ein Mann nahezu ganz allein für die sportliche Wiederauferstehung der Hanseaten: Claudio Pizarro. Beim 3:1-Auswärtserfolg in Mainz erzielte der Peruaner nicht nur seinen bereits 150. Bundesligatreffer sondern ließ auch noch den Assist zum Führungstor folgen. Die unglaubliche Bilanz des 33-Jähigen: An gleich elf der letzten zwölf Werder-Tore war Pizarro direkt beteiligt und brachte es dabei auf sieben Treffer und vier Assists.

Pizarro ist mit seinen 150 Ligatreffern in Deutschland nicht nur der erfolgreichste Legionär aller Zeiten, sondern auch in der ewigen Torjäger-Ranglistes schon auf Rang 13 vorgerückt. „Diese Marke bedeutet mir sehr viel. Es ist nicht einfach 150 Tore in der Bundesliga zu schießen“, freute sich der Alleinunterhalter der Bremer über einen Meilenstein in seiner Karriere.

Ich fühle mich im Moment richtig gut. Für mich ist immer wichtig im Sommer eine gute Vorbereitung zu absolvieren. Das habe ich dieses Jahr gemacht. Ich fühle mich wie 21“, meinte der Scharfschütze mit dem Engelsgesicht scherzhaft. Pizarro im Jungbrunnen? Klingt wie eine gefährliche Drohung an die gegnerischen Abwehrreihen und die Bundesliga-Torhüter.

Auch das Bremer Führungsduo weiß ganz genau, wohin momentan die Dankesworte adressiert werden müssen. „Man hat wieder einmal gesehen, wie wichtig Claudio für uns ist“, lautete die kurze aber prägnante Stellungnahme von Trainer Thomas Schaaf. Er kann den kommenden Gegnern ja auch wohl nur schwer verraten, dass sie sich eigentlich nur auf einen Mann konzentrieren müssen.

Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs (der mit 177 Bundesliga-Toren übrigens auf Platz sieben in der Wertung liegt) verteilte schon ein wenig mehr Lob: „Claudio hat ein Weltklasse-Spiel gemacht. Sensationell. Er war überall: Vorne war er anspielbar, im Mittelfeld hat er Qualitäten wie ein Spielmacher gezeigt und in der Defensive wichtige Bälle erkämpft.

Klingt schwer nach Abhängigkeit, oder? Von Claudio sind wir gerne abhängig. Barcelona ist ja auch von Messi abhängig. Wenn man so einen Weltklassespieler hat, ist das eben so“, will dies Allofs gar nicht erst dementieren. Die Droge Pizarro kann in Bremen also ruhig noch länger ihre Spuren hinterlassen.

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