DFB-Pokal als Tor nach Europa

Mit dem DFB-Pokal-Achtelfinale erfolgt am Dienstag und Mittwoch der Jahresabschluss 2011. Während Herbstmeister Bayern München in der Auswärtspartie beim VfL Bochum den Viertelfinal-Einzug fixieren will, ist Meister Borussia Dortmund beim Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf gefordert. Titelverteidiger Schalke 04 möchte bei Borussia Mönchengladbach erneut seine Pokal-Affinität unter Beweis stellen.

Mit dem 5:0-Triumph gegen den sensationell ins Finale eingezogenen Zweitligisten MSV Duisburg hatte Schalke am 21. Mai 2011 durch den Pokalsieg eine völlig verpatzte Saison noch gerettet. Für den Traditionsverein aus Gelsenkirchen, der in Bundesliga 2010/11 nur auf Platz 14 landete, war der Erfolg im DFB-Pokal somit das Tor nach Europa.

Dieses Europapokal-Ticket nützten die Königsblauen nach Anfangsschwierigkeiten auch ideal aus. Im Playoff wurde HJK Helsinki trotz einer 0:2-Pleite im Hinspiel durch einen 6:1-Kantersieg in der zweiten Begegnung ausgeschaltet und damit der Einzug in die Gruppenphase geschafft. Dort präsentierte sich Schalke in der Gruppe J souverän und sicherte sich ungeschlagen Platz 1. Auch der Gegner in der k.o.-Phase scheint mit Viktoria Pilsen nicht gerade unbezwingbar.

Schalke setzt damit die erfolgreiche Europacup-Tradition der DFB-Pokalsieger fort: 2009 hatte Werder Bremen mit einem 1:0-Erfolg im Endspiel gegen Bayer Leverkusen den 10. Platz in der Liga vergessen lassen und sich einen internationalen Startplatz gesichert. In der Folge holten sich die Grün-Weißen den Gruppensieg in der Europa League und schieden im Achtelfinale erst äußerst unglücklich gegen Valencia aus.

2007 war dem 1. FC Nürnberg im DFB-Pokal-Finale mit dem 3:2 nach Verlängerung gegen den VfB Stuttgart der erste Titelgewinn seit der Meisterschaft 1968 gelungen. Danach schlug sich der Club auch in Europa prächtig und scheiterte erst in der 3. Runde an Benfica, obwohl man im Rückspiel bei einer 2:0-Führung bis zur 89. Minute so gut wie weiter war. Erst zwei späte Gegentreffer besiegelten das Schicksal der Nürnberger.

2004 durfte mit Alemannia Aachen sogar ein Zweitligist quer durch Europa reisen. Zwar hatte es im Endspiel des DFB-Pokals eine knappe 2:3-Niederlage gegen Werder Bremen gegeben, durch den Meistertitel der Bremer aber war Aachen im UEFA-Cup mit von der Partie. Dort überstand man völlig überraschend die Gruppenphase und musste erst in der k.o.-Runde gegen AZ Alkmaar die Segel streichen.

Ebenfalls als Zweitligist profitierte der 1. FC Union Berlin 2001 trotz einer 0:2-Pleite im Endspiel gegen Schalke 04 von der Champions League-Qualifikation des Gegners und rückte dadurch in den UEFA-Cup auf. Dort erreichten die "Eisernen" anschließend sogar die zweite Runde.

Auch für die Außenseiter lebt also gerade im DFB-Pokal der Traum von Europa.

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