Die One-Man-Show des Lukas Podolski

Beim 1. FC Köln zittert man um den Verbleib des absoluten Superstars. Die One-Man-Show des Lukas Podolski, der zuletzt mit seinem Doppelpack das 2:2-Remis beim VfB Stuttgart im Alleingang rettete, ist schon seit längerer Zeit der personifizierte Rettungsfallschirm für die Kölner. Auch am 16. Bundesliga-Spieltag soll es der deutsche Nationalspieler am Samstag (15:30 Uhr) daheim gegen den SC Freiburg wieder richten. Aber wie lange noch?

Mit elf von 22 Toren erzielte Podolski gleich die Hälfte aller Kölner Saisontreffer und war zudem an 13 der letzten 15 Tore direkt beteiligt. Interessenten wie Arsenal, Lok Moskau, Galatasaray, Lazio Rom und viele mehr buhlen um den 26-Jährigen, dessen Vertrag noch bis 2013 läuft. Mit dem Verkauf des Publikumlieblings könnte der 1. FC Köln zwar seine Schuldenlast von rund 30 Millionen Euro drastisch reduzieren, doch dafür würde ohne "Prinz Poldi" wohl der Sturz in die Bedeutungslosigkeit folgen.

Der Torjäger selbst hat ohnehin bereits klargemacht, dass er nicht immer nur um den Klassenerhalt kämpfen will. Obwohl der FC sein Herzensverein und nach wie vor "erster Ansprechpartner" ist, reizen einen Spieler mit der Klasse von Podolski internationale Aufgaben. Aber Champions League oder selbst die Europa League sind mit Köln momentan außer Reichweite.

Dennoch kämpfen Mannschaftskameraden, Vorstand und Trainer gemeinsam um den Verbleib ihres Schlüsselspielers. "Barca hat Messi, Bayern hat Schweini und wir haben Poldi", kennt Keeper Michael Rensing den Stellenwert des Ausnahmekönners.

"Lukas weiß, dass er bei einem Champions-League-Team spielen kann", ist sich auch Coach Stale Solbakken bewusst. Der Norweger selbst war zu Saisonbeginn noch mächtig in der Kritik gestanden, weil er Podolski als Kapitän entmachtet hatte. Nun will er seinen Treffergaranten durch neue Mitspieler zufrieden stellen: "Er schaut, was die Zukunft beim FC bringt. Man kann Lukas überzeugen, wenn man den Kader weiter verstärkt."

Und was sagt der so heftig Umworbene selbst? "Es steht schon länger fest, dass der 1. FC Köln bezüglich einer Vertragsverlängerung auf mich zukommen will. Ich nehme das Gespräch sehr gerne an und wir werden sehen, was dabei herauskommt. Ich habe aber bereits betont, dass ich mich nicht unter Druck setzen lasse."

Auch DFB-Bundestrainer Joachim Löw hatte seinem Schützling in der Nationalmannschaft zuletzt einen Wechsel zu einem internationalen Topverein ("Lukas ist reifer geworden. Er ist jetzt in der Lage, den Schritt ins Ausland zu machen") empfohlen. "Das ist natürlich ein Kompliment für mich, wenn mir der Bundestrainer die Reife für einen Transfer ins Ausland attestiert", freute sich Podolski.

"Anfragen gibt es, darüber bin ich auch informiert. Man muss damit rechnen, dass es solche Anfragen auch in den kommenden Wochen und Monaten geben wird. Darauf bin ich vorbereitet", meint der 95fache Nationalspieler. Klingt nach spannenden Zeiten in Köln.

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