Portugal zittert um das EM-Ticket

Im Play-off werden am Freitag (11.11.11) und am Dienstag (15.11.11) die letzten vier Startplätze bei der EM-Endrunde 2012 vergeben. Neben den beiden Gastgebern Polen und Ukraine haben bisher die Gruppensieger Deutschland, Russland, Italien, Frankreich, Niederlande, Griechenland, England, Dänemark, Spanien und Schweden als bester Gruppen-Zweiter ihr Ticket gelöst. Nun werden bei den Duellen Bosnien-Herzegowina – Portugal, Türkei – Kroatien, Tschechien – Montenegro und Estland – Irland die restlichen Teilnehmer ermittelt.

Mit Cristiano Ronaldo könnte die Europameisterschaft dabei schon im Vorfeld ihren ganz großen Superstar verlieren. Der Ausnahmekönner von Real Madrid befindet sich in Hochform und stellte dies zuletzt mit drei Treffern beim 7:1-Kantersieg gegen Osasuna unter Beweis. In der Primera Division sind die Königlichen mit drei Punkten Vorsprung auf Titelverteidiger FC Barcelona an der Tabellenspitze und auch in der Champions League klappt es nach Wunsch. Mit vier Siegen in vier Gruppenspielen ist Real bereits für das Achtelfinale qualifiziert und darüber hinaus bisher sogar noch ohne Gegentor.

Man könnte also meinen für Ronaldo verläuft die bisherige Saison absolut ideal. Doch weit gefehlt! In der EM-Qualifikation verpasste der 26-Jährige am letzten Spieltag mit Portugal durch eine 1:2-Niederlage in Dänemark den Gruppensieg, woran auch sein spektakulärer Freistoßtreffer in letzter Minute nichts mehr ändern konnte. Auch die folgende Auslosung der Play-off-Partien brachte mit Bosnien-Herzegowina nicht gerade ein Traumlos.

Denn die Bosnier schrammten nur hauchdünn am Gruppensieg vorbei. Im entscheidenden letzten Spiel in Frankreich lagen sie durch einen Treffer von Edin Dzeko bis zur 77. Minute in Führung und auf EM-Kurs. Erst ein umstrittener Elfmeter (den Samir Nasri verwandelte) brachte den Franzosen dann doch noch ein 1:1 welches für Platz eins reichte. Also kein Gegner, den man im Lager der Portugiesen auf die leichte Schulter nehmen sollte. Aber zumindest ein gutes Omen!

Denn auch vor der WM 2010 in Südafrika musste Portugal den Umweg über das Play-off antreten. Der Gegner damals? Bosnien-Herzegowina. Trotz des verletzungsbedingten Fehlens von Ronaldo setzten sich die Portugiesen mit zwei 1:0-Siegen (Treffer durch Bruno Alves sowie Raul Meireles) durch und schafften doch noch die Qualifikation.

Doch diesmal wollen die Bosnier den Spieß umdrehen. Regisseur Zvjezdan Misimovic will zwar nicht von Rache oder Revanche sprechen, aber "jetzt stehen erneut zwei Partien an, in denen wir versuchen werden unser Bestes zu geben. Wir hoffen mit etwas Glück bei der EM dabei zu sein."

Die Voraussetzungen für Bosnien schätzt Misimovic diesmal weit besser ein. "Wir sind als Mannschaft gewachsen und haben viel mehr Erfahrung als vor dem WM-Play-off. Dadurch haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht. Dank der Erfolgserlebnisse konnten wir zudem viel Selbstvertrauen tanken." Dies soll sich nun auch in der Neuauflage gegen Portugal bezahlt machen.

Eine EM Endrunde ohne Portugal wäre allemal ein Verlust für die Fußballfans – allerdings wären die EM-Neulinge aus Bosnien mit ihrem erfrischenden Offensiv-Fußball auch ganz nett anzusehen.

Mal sehen wie es ausgeht….

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