Herbstmeister Ried will Titel Winterkönig

Die österreichische Bundesliga geht am Wochenende in ihre 19. und zugleich letzte Runde vor der Winterpause. Dabei will sich Herbstmeister SV Ried am Samstag (16:00 Uhr) im Heimspiel gegen Sturm Graz auch noch den Titel als Winterkönig krallen.

Für die Oberösterreicher wäre dies nichts Unbekanntes: Denn schon im Vorjahr war der Außenseiter aus dem Innviertel am Jahresende die Nummer 1 gewesen und hatte die Konkurrenz aus Wien, Graz und Salzburg hinter sich gelassen. Zwar wurde man dann im Frühjahr noch abgefangen und fiel auf Platz vier zurück, doch als ÖFB-Cupsieger sicherte man sich dennoch einen Startplatz in der Europa League.

Obwohl im Anschluss mit Martin Stocklasa, Ewald Brenner, Thomas Schrammel, Florian Mader und Daniel Royer ganz wichtige Akteure verloren wurden, gelang es Trainerfuchs Paul Gludovatz doch wieder eine kompakte Mannschaft zu formen. Als jedoch auch noch Kapitän Oliver Glasner, der sein verlängerter Arm auf dem Spielfeld war, wegen einer schweren Kopfverletzung die Karriere beenden musste, hatte auch der Rieder Erfolgscoach seine Zweifel.

Doch es ist fast symbolisch für den erfolgreichen Weg der Sportvereinigung Ried, dass mit Thomas Reifeltshammer ein junger Eigenbauspieler den schmerzlichen Glasner-Abgang vergessen ließ. Der 23-Jährige nahm nicht nur äußerst zuverlässig dessen Rolle als Abwehrchef ein, sondern glänzt darüber hinaus durch seine Kopfballstärke bei Standardsituationen auch immer wieder als Torschütze.

"Zufall ist der neuerliche Herbstmeistertitel sicher nicht. Wir arbeiten sehr hart, da passt einfach alles. Jeder im Verein macht seine Arbeit und erfüllt seine Aufgaben, das macht sich bezahlt", kennt Reifeltshammer die Gründe für den Höhenflug. "Man darf Platz eins zwar in der derzeitigen Phase nicht überwerten, aber es ist eine schöne Momentaufnahme. Wir wollen jetzt auch noch das letzte Spiel gegen Sturm gewinnen, dann hätten wir wie vor einem Jahr 34 Punkte und könnten sehr schön in den Winter reingehen."

Bereits seit acht Spielen sind die Rieder wieder ungeschlagen und schoben sich so auf leisen Sohlen an die Tabellenspitze. Der mit allen Wassern des Trainergeschäfts gewaschene Routinier Gludovatz setzt aber weiter auf Understatement: "Ich bin kein Spekulant und weiß uns bestens einzuschätzen. Im Herbst kämpfen wir immer um einen guten Abstand zum Letzten und im Frühjahr bereiten wir uns dann auf die kommende Saison vor. Die großen Vereine werden im Frühjahr sicher wieder zuschlagen, aber natürlich ist es schön momentan von der Spitze zu lachen."

Der Konkurrenz hingegen ist das Lachen schon längst vergangen.

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